Kurratz Ogloks Lebensgeschichte

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Dies ist die Geschichte eines kleinen Orkjungen, dessen Name Kurratz war. Den Weg des Krieger wollte er nie gehen. Es lag nicht daran, dass er kein richtiger Ork war. Er war genauso blutrünstig, wie seine Brüder. er war auch genauso hart wie sie. Selbst mit der Axt konnte er schon sehr früh umgehen. Er wollte nur immer was Besonderes sein. Verehrt werden.

Ihm war schnell klar, dass er nicht der Führer des Clans werden würde. Auch als Schamane war er eher ungeeignet. Er hatte zwar schon versucht zu zaubern, jedoch war dies nicht gerade von Erfolg gekrönt gewesen. Ganz im Gegenteil. Er bekam deswegen jede Menge Ärger. Man sollte eben dem Dorfschamanen nicht unbedingt sein Buch klauen. Erst recht nicht, wenn man 1. nicht lesen und 2. nicht besonders gut stehlen kann.

Als er etwa 20 Jahre war, war Kurratz es leid immer nur einer der vielen Orks zu sein. Er wollte nur weg. Wohin? Das wusste er nicht. Er schnappte sich seine Axt und begab sich auf Wanderschaft.

Es machte ihm Spaß bei großen Gemetzeln Zuschauer zu sein. Er mochte den Krieg. Das war wohl seine orkische Ader. Dann war es der 19. im Zeichen des Einhorns. Ein schicksalhafter Tag. Denn an diesem Tag lernte er Dok Crunch kennen.

Kurratz saß, wie meinstens am Rande einer Schlacht, als er plötzlich einen Ork sah, der sich durch die Reihen der Kämpfenden hackte. Dann sah er, wohin der Ork wollte. Mitten in der Schlag lag ein blutender Orkkrieger. Dieser wurde vom Arzt auf den Rücken genommen und aus dem Kampf getragen. Kurratz rannte zu dem Geschehen hin, hackte sich ebenfalls den Weg frei und half dem Arzt, da sich der verletzte Ork wehrte. Der Arzt nahm eine Keule und "boing" war der verletzte Ork bewusstlos. "Viel besser", sagte der Dok. Der junge Ork half ihm den Kämpfer ein wenig weg zu tragen.

Dann legte der Dok den Krieger ab. Er nahm einige Instrumente aus seinem Beutel. Dabei waren einige komische Töpfe, eine Säge, ein Hammer, einige Holzstücke und einige Binden. Als erstes nahm der Ork die Salben und schmierte den Verletzten damit ein. Nun nahm er das Holz und nagelte es an dem kaputten Bein fest. Der Krieger kam wieder zu sich und schrie, wie ein Schwein, welches abgeschlachtet wird. "Erst kommen Schmerz, dann die Heilung!", sprach der alte Ork. Er lächelte dabei, als ob es ihm Freude bereitete das zu sagen. Einige Verbände und Nägel später sprach er: "Fertig. Und nun am besten liegen bleiben!" Der Ork war so fest zugeschnürt, dass er wohl kaum was anderes hätte tun können.

"Das war sehr gut, Kleiner." Kurratz bedankte sich. Er wollte unbedingt der Lehrling dieses tollen Arztes sein. Sie unterhielten sich, das Schlachtengetümmel, fast vergessen. Schließlich stimmter der Dok zu.

Die Ausbildung war hart, denn wann immer kein Patient da war, musste man an sich selbst üben. So war der alte Ork auch übersät mit Narben. Er war sehr stolz darauf und präsentierte sie gerne. Kurratz musste sich oft überwinden, aber es stimmte, was der alte Ork sagte. "Irgendwann spürt man es nicht mehr." Aber es dauerte Jahre. Kurratz lernte viel von Crunch. Wie man einen Kopf verbindet, wie man seinen Patienten das Geld aus der Hosentasche entfernt, wie man sie am besten KO schlägt, wie man Spitzohren am besten "behandelt" und natürlich viele andere Dinge.

Kurratz durfte sich nach einer 5-jährigen Ausbildung endlich Dok nennen. Das war sein schänster Tag und von diesem Zeitpunkt an war es für ihn klar, dass er der größte Dok der Welt werden würde. Sein Lehrmeister war immer stolz auf ihn gewesen. Das einzige, was Dok Crunch ein wenig seltsam fand, war Kurratz Angewohnheit dem Patienten Körperteile zu nehmen, wenn sie nicht zahlen konnten. Naja, Crunch dachte nicht zu viel darüber nach. denn denken schadet. Das wusste er.

Die beiden zogen über viele Schlachtfelder. Verdienten nicht gerade wenig. Doch dies alles sollte auch einmal ein Ende haben. Denn in einer Schlacht Orks gegen Elfen war das Ende des Dok Crunch gekommen. Er wurde von einem Pfeil getroffen. Der Pfeil war gut gezielt gewesen, denn er durchbohrte den Schädel des Orks auf einen Schlag. Kurratz flippte aus. Er nahm seine Axt, umfasste ein Schwert, welches neben ihm lag und ging wie ein Berserker auf die Elfen los. Dem Anführer nahm er das rechte Ohr und widmete es seinem Meister.

So zog er ab sofort alleine durch die Gegend. Er nannte sich von nun an Dok Kurratz Oglok, denn sein Meister hatte den Nachname Oglok getragen. Und der war ihm wichtiger gewesen, als es seine Eltern je hätten sein können.

Eines Tages ging er durch den Wald und hörte eine Stimme über sich. Eine kleine piepsige Stimme, fiel ihm auf. Er blieb stehen und schaute nach oben. Da hörte er plötzlich ein lautes "Plonk!" und fiel bewusstlos um. Ein recht großer und vor allen Dingen schwerer Ast hatte ihn getroffen. Das "Weggsda!" der Piepsstimme hatte er nicht mehr hören können.

Kurratz wachte auf und spürte eine Veränderung in sich...sein Geisteszustand war nicht mehr, wie vorher. Er war verwirrt. Er schaute sich um und entdeckte eine laufende, schwarze Kutte, die ein fröhliches Lied pfiff. Er fasste zu seiner Axt, doch die war weg! Dann würde er eben mit roher Gewalt diesen Zwerg erwürgen. Er schlich sich an, aber da jeder weiß, dass Orks nicht besonder gute Schleicher sind, drehte sich die kleine Gestalt schnell um. Doch zu spät, der Ork packte zu und hob sie hoch. Sie meckerte und piepste. Kurratz erkannte einen kleinen Goblin, der verzweifelt versuchte, sich aus der Kutte herauszustrampeln. Er war wohl gerade dabei gewesen Kräuter zu sammeln. "Was du haben gemacht?" "Nichts, nichts...haben dich gerettettet......" Kurratz war verwirrt.

Es stellte sich heraus, dass der Goblin ein Nachtgoblin war und ebenso unterwegs war wie Kurratz selbst. Der Nachtgobbo erlernte die Kunst der Alchemie und hatte seine eigenen Ziele. Jedoch hatte der Schlag mit dem Holzast Kurratz verändert. Er hatte ihn seltsam gemacht. Man könnte sagen wahnsinnig. So entstand auch der Name Mad Dok Kurratz Oglok.

Dieses ungewöhnliche Duo, Kuratz Oglok und Liznek Schluggsda befindet sich nun auf dem Weg durch die Wälder und Wiesen, verdient sein Geld indem sie klauen, Tränke verkaufen und andere Wesen verarzten. Eins hat Kurratz jedoch nie geändert. Die Worte seines Meisters, die er bei jeder Operation wiederholt:

"Erst kommen Schmerz, dann die Heilung!"



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